Hyperthermie

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Hyperthermie in der Krebstherapie

Gezielte Hitze – wirksam gegen Krebszellen, schonend für gesundes Gewebe

Hyperthermie nutzt die gezielte Überwärmung von Körper- oder Tumorgewebe, um Krebszellen zu schädigen und das Immunsystem zu aktivieren – ohne dabei gesundes Gewebe wesentlich zu beeinträchtigen.

Warum wirkt Hyperthermie gegen Krebszellen?

Tumorzellen sind deutlich empfindlicher gegenüber Hitze als gesunde Zellen. Bereits ab Temperaturen von etwa 40 °C beginnen geschädigte Krebszellen zu zerfallen. Gleichzeitig bildet sich in den Tumorzellen eine Gruppe spezieller Eiweisse, sogenannte Hitzeschockproteine (HSP). Diese Proteine markieren die Krebszellen als „fremd“ und machen sie für das Immunsystem sichtbar.

Das aktiviert körpereigene Killerzellen, die die enttarnten Tumorzellen gezielt angreifen und deren programmierter Zelltod (Apoptose) eingeleitet wird.

Zusätzliche therapeutische Effekte der Hyperthermie

Neben der direkten Zerstörung von Krebszellen entfaltet Hyperthermie weitere wichtige Wirkmechanismen:

  • Verbesserte Durchblutung des Tumorgewebes
    → Steigert die Wirksamkeit von Chemo- und Strahlentherapie

  • Sauerstoffmangel, Nährstoffmangel und Übersäuerung in Tumorzellen
    → Blockiert deren Reparaturmechanismen

  • Reaktivierung zuvor unwirksamer Therapien
    → Kombinationstherapien können signifikant erfolgreicher verlaufen

Die Hyperthermie setzt gezielt an den Schwachstellen von Tumorzellen an und verstärkt gleichzeitig die Immunantwort und Therapieempfindlichkeit. Sie gilt heute als eine der vielversprechendsten begleitenden Behandlungsformen in der integrativen Krebsmedizin.

Hyperthermie ist ein besonders effektiver Bestandteil einer ganzheitlichen Krebstherapie.

FAQ zu Hyperthermie

Was ist Hyperthermie?

Hyperthermie ist eine wärmebasierte Krebstherapie, die Strahlen- und Chemotherapien deutlich wirksamer machen kann. Durch gezieltes Erwärmen des Tumorgewebes (40–43 °C) verbessern sich die Durchblutung und die Aufnahme von Medikamenten. Gleichzeitig werden Krebszellen empfindlicher, während gesundes Gewebe geschont bleibt.

Vor der Therapie wird die Temperaturverteilung individuell berechnet (z. B. mit Sigma-Hyperplan).
Der Patient liegt während der Behandlung in einem Ringapplikator (BSD 2000 3D), der elektromagnetische Wellen abgibt.

Eine Sitzung dauert insgesamt etwa 90 Minuten, davon ca. 30 Minuten Aufwärmphase.
Während der gesamten Behandlung wird der Patient durch ein medizinisches Team überwacht – mit direktem Sicht- und Sprachkontakt.

Die Häufigkeit richtet sich nach der Diagnose.

In der Regel erfolgt die Behandlung 1–2-mal pro Woche parallel zu einer Strahlen- oder Chemotherapie – meist über 5–7 Wochen hinweg. Bei bestimmten Tumorarten (z. B. Weichteilsarkomen) erfolgt die Hyperthermie zweimal pro Chemotherapie-Zyklus.

Die reine Wärmetherapie dauert etwa 60 Minuten.
Mit Vor- und Nachbereitung (Lagerung, Temperaturmessung etc.) dauert der gesamte Aufenthalt rund 90 Minuten.

Je nach Zentrum kann die Therapie ambulant oder teilstationär erfolgen. Bei gleichzeitiger Chemotherapie kann ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig sein.

Hyperthermie gilt als sehr gut verträglich.
Mögliche, seltene Nebenwirkungen sind:

  • leichte Hautrötungen oder Druckgefühl
  • vorübergehende Gewebeschwellungen
  • selten Fettgewebsreaktionen (Nekrosen), die folgenlos abheilen


Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Hyperthermie wird insbesondere empfohlen bei:

  • Weichteilsarkomen (mit Chemotherapie)
  • Gebärmutterhalskarzinom (mit Strahlentherapie)
  • Brustkrebs-Rezidiven nach vorangegangener Bestrahlung


Sie kann auch bei lokalen Tumorrezidiven oder schlecht durchbluteten Tumoren unterstützend wirken.

Hyperthermie ist nicht geeignet für:

  • Patienten mit Herzschrittmachern
  • Metallimplantaten im Behandlungsgebiet
  • Schwangere
  • Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Kosten werden nicht generell von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Erstattungen sind nur bei bestimmten Indikationen möglich, etwa bei:

  • Weichteilsarkomen
  • bestimmten Gebärmutterhalskarzinomen


Private Versicherungen oder Zusatzversicherungen können im Einzelfall die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Unsere Patientenbetreuung hilft gern bei Fragen zur Kostenklärung und Antragsstellung.

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