FAQ – Lebertumoren und Lebermetastasen
FAQ – Lebertumoren und Lebermetastasen
Allgemeine Fragen
Was sind Lebermetastasen?
Lebermetastasen sind Tumorabsiedlungen anderer Krebsarten, beispielsweise von Darm-, Brust-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen- oder Magenkrebs. Sie sind deutlich häufiger als primärer Leberkrebs.
Was ist der Unterschied zwischen Leberkrebs und Lebermetastasen?
Primärer Leberkrebs entsteht direkt in der Leber, meist als hepatozelluläres Karzinom (HCC) oder Gallengangskarzinom (Cholangiokarzinom). Lebermetastasen stammen dagegen von einem Tumor in einem anderen Organ.
Sind Lebermetastasen heilbar?
In einigen Fällen ja. Sind nur wenige Metastasen vorhanden und können diese vollständig entfernt oder lokal behandelt werden, ist eine langfristige Tumorfreiheit möglich. Auch wenn eine Heilung nicht möglich ist, können moderne Therapien häufig das Tumorwachstum kontrollieren und die Lebensqualität verbessern.
Welche Symptome verursachen Lebertumoren?
Viele Patienten haben zunächst keine Beschwerden. Mögliche Symptome sind:
- Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Müdigkeit
- Gewichtsverlust
- Appetitlosigkeit
- Gelbsucht
- Übelkeit
- Erhöhte Leberwerte
Diagnostik
Welche Untersuchungen werden benötigt?
- CT
- MRT
- PET/CT (bei bestimmten Tumorarten)
- Ultraschall
- Blutuntersuchungen
- Tumormarker
- Biopsie (falls erforderlich)
Muss immer eine Biopsie durchgeführt werden?
Nicht immer. Bei typischen Bildbefunden kann insbesondere beim hepatozellulären Karzinom häufig auf eine Biopsie verzichtet werden. Die Entscheidung erfolgt individuell.
Behandlungsmöglichkeiten
Welche Therapien gibt es?
Je nach Tumorart und individueller Situation kommen infrage:
- Operation
- Histotripsie
- Radiofrequenzablation (RFA)
- Mikrowellenablation (MWA)
- Kryoablation
- Irreversible Elektroporation (IRE)
- TACE
- SIRT (Y-90)
- Regionale Chemotherapie
- Systemische Chemotherapie
- Immuntherapie
- Zielgerichtete Therapien
Kombination verschiedener Verfahren
Wann ist eine Operation möglich?
Eine Operation kommt infrage, wenn alle Tumorherde vollständig entfernt werden können und ausreichend gesundes Lebergewebe erhalten bleibt.
Was ist Histotripsie?
Histotripsie ist ein modernes, nicht-invasives Ultraschallverfahren, das Tumorgewebe ohne Operation zerstört. Es wird derzeit an ausgewählten spezialisierten Zentren angeboten.
Welche Vorteile bietet Histotripsie?
- Keine Schnitte
- Keine Nadeln
- Keine Strahlenbelastung
- Meist kurze Erholungszeit
- Wiederholbar
- Kann mit anderen Therapien kombiniert werden
Was ist TACE?
Bei der transarteriellen Chemoembolisation wird ein Chemotherapeutikum direkt in die Blutversorgung des Tumors eingebracht und gleichzeitig dessen Blutversorgung vermindert.
Was ist SIRT (Y-90)?
Die selektive interne Radiotherapie bringt winzige radioaktive Mikrosphären direkt in die Leberarterien ein, um Tumorgewebe gezielt von innen zu bestrahlen.
Was ist eine regionale Chemotherapie?
Hierbei werden Chemotherapeutika direkt in die Blutversorgung des Tumors eingebracht. Ziel ist eine hohe lokale Wirksamkeit bei möglichst geringer systemischer Belastung.
Kann man mehrere Verfahren kombinieren?
Ja. Häufig werden lokale Therapien mit Chemotherapie, Immuntherapie oder zielgerichteten Medikamenten kombiniert.
Für welche Patienten eignen sich lokale Therapien?
Wer eignet sich für Histotripsie?
Das hängt unter anderem ab von:
- Tumorgröße
- Anzahl der Tumoren
- Lage in der Leber
- Tumorart
- Leberfunktion
Allgemeinem Gesundheitszustand
Welche Tumorarten können behandelt werden?
Je nach Verfahren unter anderem:
- Darmkrebs
- Brustkrebs
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Neuroendokrine Tumoren
- Melanom
- Nierenzellkarzinom
- Lungenkrebs
- Primärer Leberkrebs
Behandlung bei IASO
Warum sollte mein Fall in einem Tumorboard besprochen werden?
Jeder Tumor ist unterschiedlich. Unser internationales Tumorboard bewertet sämtliche Befunde gemeinsam und entwickelt eine individuelle Therapieempfehlung.
Kann IASO auch eine Zweitmeinung organisieren?
Ja. Unsere Spezialisten prüfen Ihre Unterlagen und erstellen eine unabhängige Einschätzung möglicher Behandlungsoptionen.
Welche Unterlagen werden benötigt?
- CT oder MRT
- PET/CT (falls vorhanden)
- Radiologische Befunde
- Pathologiebericht
- Aktuelle Blutwerte
- Arztberichte
- Medikamentenliste
Wie schnell erfolgt die Beurteilung?
Nach Eingang der vollständigen Unterlagen erfolgt die erste fachliche Einschätzung häufig innerhalb weniger Werktage.
Organisiert IASO die gesamte Behandlung?
Ja. Wir unterstützen Sie unter anderem bei:
- Auswahl der geeigneten Klinik
- Terminorganisation
- Reiseplanung
- Übersetzungen
- Kommunikation mit den behandelnden Ärzten
- Betreuung vor, während und nach der Therapie
Kann ich auch als internationaler Patient behandelt werden?
Ja. IASO betreut Patienten aus vielen Ländern und unterstützt sie während des gesamten Behandlungsprozesses.
Ist die Erstberatung kostenlos?
Ja. Die Erstberatung dient dazu, Ihre Situation zu verstehen und mögliche Behandlungsoptionen zu besprechen.
Wie beginne ich?
Senden Sie uns einfach Ihre vorhandenen medizinischen Unterlagen. Nach der Sichtung besprechen wir gemeinsam die nächsten Schritte und mögliche Behandlungsoptionen.